Editor's Choice, Heft 4, 2018
Für eine Ethik der Sorge in der Pflege

Wird Pflege als „Urmanifestation der Hilfe und Unterstützung“ verstanden, sind Pflege und Sorge untrennbar miteinander verbunden. Von dieser Annahme ausgehend versteht Professor Giovanni Maio, Inhaber des Lehrstuhls für Medizinethik am Institut für Ethik und Geschichte der Medizin an der Universität Freiburg, die „Ethik der Sorge“ als innere Bereitschaft, sich auf die Unverwechselbarkeit des Patienten einzulassen. Gleichzeitig erfordert die Angewiesenheit des anderen seiner Ansicht nach eine persönliche Verantwortungsübernahme, die weit über die Gewährleistung von Grundrechten hinausgeht. Diese „Ermöglichung von Zwischenmenschlichkeit“ – die selbstverständlich gute institutionelle Rahmenbedingungen voraussetzt – bildet aus unserer Sicht die Grundlage für alle weiteren Überlegungen zum Thema „Ethik in der onkologischen Pflege“ in diesem Heft.

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Editor's Choice, Heft 3, 2018
Adhärenz in der Onkologie - Was kann evidenzbasierte Patienteninformation leisten?

Die Gesundheits- und Pflegewissenschaftlerin Birte Berger-Höger stellt eine Frage, die noch nicht beantwortet werden kann – nämlich die zum Beitrag der evidenzbasierten Patienteninformation zur Adhärenz – und macht damit den Forschungsbedarf in diesem Bereich deutlich. Gleichzeitig weist sie auf die Notwendigkeit hin, die Leitlinien an das Konzept der informierten gemeinsamen Entscheidungsfindung anzupassen und die vorgestellten Therapieoptionen durch Alternativen zu ergänzen. Insgesamt fordert Berger-Höger die Stärkung der Patientenautonomie durch gezielte evidenzbasierte Informationen von Fachkräften und schlägt stellt als Möglichkeit das „Decision Coaching“ vor –aus Sicht der Redaktion ein Konzept, das eine weitere Vertiefung lohnt, zumal es in Deutschland noch nicht implementiert ist. Die Redaktion ist gespannt auf die weitere Entwicklung in diesem Bereich und hat daher diesen Beitrag ausgewählt.

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Editor's Choice, Heft 2, 2018
Akute Leukämien im Kindes- und Jugendalter

Die Wahl der Redaktion fiel dieses Mal auf den Beitrag von Andreas Beilken aus der Medizinischen Hochschule Hannover. Er beschreibt, wie eine akute Leukämie entsteht, welche Symptome sich bei den Patienten zeigen und wie die Krankheit diagnostiziert wird. Sehr wichtig ist ihm das Aufklärungsgespräch, das im Team geführt werden sollte. Im zweiten Teil seiner Arbeit beschäftigt er sich mit den verschiedenen Therapieverfahren, deren Komplikationen und Nebenwirkungen und auch deren Spätfolgen. Sein Beitrag endet mit einem Ausblick, in welche Richtung sich die Behandlung der akuten Leukämie bei Kindern und Jugendlichen entwickeln könnte.

 

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Editor's Choice, Heft 1, 2018
Wie geht es uns heute? – Zur Bedeutung der Lebensqualität in der Onkologie

Die Redaktion fand den Beitrag von Christina Demmerle, S. Krimm, G. Schneider und T. Moolenaar aus Mainz zur Bedeutung der Lebensqualität in der Onkologie besonders interessant. Sehr überzeugend beschreiben die AutorInnen anhand von Fallbeispielen, warum eine konsequente und strukturierte Erfassung von Lebensqualität im Rahmen der onkologischen Therapie so wichtig ist und mit welchen Methoden sie erfolgen kann. Sie machen eindringlich klar, dass die Berücksichtigung individueller Besonderheiten und Bedürfnisse stärker in den Fokus rücken muss. Nicht im Widerspruch zu objektivierbaren, medizinischen Daten, sondern im sinnvollen Zusammenspiel und zum bestmöglichen Erhalt dessen, was Patienten individuell als lebenswert betrachten.

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Editor's Choice, Heft 4, 2017
Psychoneuroimmunologie und ihre Bedeutung für die Onkologie

Die Redaktion fand den Beitrag der Gewinnerin des KOK-Pflegepreises 2017, Kristin Schimank aus Essen besonders interessant. Die Fachkrankenpflegerin für Onkologie ging in ihrem Beitrag der Frage nach, welchen Stellenwert Copingstrategien zur Stressreduktion bei onkologischen Patienten haben und wie professionell Pflegende Patienten unterstützen können. Ein guter Überblick über die Methoden und Herangehensweisen, der Pflegenden Impulse gibt, ihr Spektrum an Beratung zu erweitern.

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